Happy Valley - Goose Bay, Labrador - Jersey City, NJ, USA

01. - 30. September 2012

Von Happy Valley-Goose Bay - Churchill Falls - Labrador City - Manic Cinq - Baie Comeau - Forestville - Bergeronne - Baie Ste. Catherine Isle aux Coudres - Boischatel - Saint Georges - Stanstead - USA: Sugar Hill, NH - Stafford - Portsmout - Dover - Saliabury - Hingham - Sagamore - Narragansett - Riverhead - Wading River - Jersey City

 

Unsere  Route für diesen Monat auf GoogleMaps.

 

 

01.09.2012 H.V.-G.B “Goose River Lodges + RV Park”

 

Temperatur:

Nachts min.: °C

 

Tages max.: °C

 

 

 

 

Da wir von diversen Seiten gehört haben, das Interpretation Center in North West River sei wirklich sehenswert, fahren wir halt nochmals raus.

 

Es ist nichts los, wir sind die einzigen Besucher und die Dame vom Empfang nimmt sich reichlich Zeit, uns die Ausstellung zu erklären und unsere Fragen zu beantworten.

 

Die Ausstellung gliedert sich in 4 Teile und so erfahren wir vieles über die Lebens-Gewohnheiten der „Innu“ (Labradorianische Indianer)...

 

...der „Innuit“ (Eskimos), die bis hier herunter kamen...

...der „Métis“ (Mischlinge zwischen den Europäischen Settler- (Siedler) Männern und Innuit-Frauen)...

...sowie der Settler /Trapper.

Inukshuk = Wegweiser - kann auch hinweisen auf Jagdgründe, Tiere etc.

Ein weiteres Mal noch übernachten wir auf dem „Goose River Lodge RV Park“.

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

02.09.2012 H.V.-G.B “Goose River Lodges + RV Park” – “Boondocking” ca. 50 km hinter “Muskrat Falls”

 

Temperatur:

Nachts min.: 3.3°C

 

Tages max.: °C

 

 

 

 

Oh what a day – wieder einmal…

 

Wir kommen erst gegen 14:00 vom Platz – mussten schliesslich noch einen längeren Schwatz mit Nachbars abhalten ;-)

 

Und weil man uns empfohlen hat, die „Musk Rat Falls“ noch zu besichtigen, da letzte Gelegenheit, bevor „Nalcor“, der grosse Stromproduzent, wieder mal alles platt gemacht hat, fahren wir auch hin. Bereits nächstes Jahr soll nicht mehr viel übrig sein. Oberhalb der Falls soll ein Dam entstehen und der Churchill River auf eine Länge von ca. 50 km gestaut werden…

Es ist eine Schande zu sehen, wie dieses Grossunternehmen ganze Wälder platt macht und breite Schneisen walzt, um Hochspannungsleitungen zu ziehen – wohl verstanden, ohne jegliche Bewilligung (wie man hört).

Niemand - das Government offenbar schon gar nicht - schert sich darum, und wenn dann schliesslich irgendwoher doch ein zaghaftes Verbot kommen sollte, heisst’s – ja jetzt könnt ihr nicht mehr kommen, jetzt haben wir schon so und so viel investiert. Wenn ihr wollt, dass das rückgängig gemacht wird, müsst ihr das bezahlen…

 

Also machen wir uns auf und setzen uns bei den Falls auf einen Stein und schauen ein wenig dem wilden Wasser zu...

Es hat ziemlich viele Leute dort.

Wie wir uns auf den 15minütigen Rückweg machen wollen, sagt uns jemand, weiter unten seien die „richtigen“ Falls, die hier seien bloss die Narrows.

Na ja – und da diese Leute (2 Paare mit 3 Kindern) sich offenbar auskennen und auch hin wollen – wir halt hintendrein. Ausserdem kommt noch ein anderer mit Anhang hinzu und meint – ja, der Trail geht weiter, so ca. 1 km oder nicht mal und bei den Falls unten stosse man auf einen „Loop“ der wieder zu den PP zurück führt. Ok – also los. Immer den Cliffs entlang hangeln. Der Trail wird immer schwieriger – ja,ja, doch sicher – ab unten führt eine Weg zum PP. Wir halten uns an Bäumchen und Ästen fest und klettern wie die Affen im Zoo über Baumstrünke und Felsbrocken.

Schliesslich gehen die Männer der beiden Paare rekognoszieren und wie sie zurück kommen, sind sie der Ansicht, sie wollen, schon wegen der Kinder, umdrehen – it’s getting worser…

Der andere Typ (John, wie er sich später vorstellt) will weiter und Erich ist auch der Ansicht, er wolle nicht wieder zurück, zumal „man“ einen bessern Rückweg verspricht und wir offenbar das schlimmste Stück hinter uns hätten.

Also folgen wir John und Audrey und holen sie bei den unteren Falls wieder ein, wo sie auf den Felsen sitzen.

Es ist eine schöne Aussicht…

Ok, John, wo ist nun der Rückweg – oh, ähäm – no clue – keine Ahnung. Ich war noch nie so nahe hier unten und wenn, dann von der anderen Seite her kommend…

Ach neee – toll und jetzt – na gut, John geht den Rückweg „suchen“, kommt nach ein paar Minuten zurück und hat ihn – wie von mir befürchtet - natürlich nicht gefunden…

Gut, dass Erich sein GPS dabei hat – den gleichen Weg zurück können wir wieder finden. Inzwischen ist es nach 17:00 und wir versuchen, einem anderen, von Holzfällern markierten Weg, zu folgen, der verliert sich aber irgendwo im Gestrüpp…

Jetzt hat aber „Mutter“ die Schnauze voll – ich will denselben Weg zurück, den wir gekommen sind – da weiss ich wenigstens, was mich erwartet. Die andern können machen, was und wie sie wollen.

Erich bestätigt mich, zumal es um 20:00 dunkel ist und der Rückweg mindestens 1 h in Anspruch nimmt. Wir haben sowieso – und das nicht zum erste Mal – wieder einmal nichts zu trinken dabei und die denkbar zweit-schlechtesten Schuhe an.

Schliesslich meint John dann auch, es wäre wohl die vernünftigere Idee, wieder denselben Weg zurück zu kraxeln.

Mir eigentlich egal – ICH gehe diesen Weg…

Und so stolpern und hangeln wir uns wieder zurück, verlaufen uns noch einmal kurz und wieder dank unserem GPS finden wir den richtigen Weg und gelangen schliesslich heil zu unseren Fahrzeugen.

John meint schliesslich lakonisch, es sei eigentlich eine Schande, dass er sich auf 2 Schweizer mit GPS verlassen müsse, die ihn hier, in Labrador, wieder auf die Strasse lotsen müssten, zumal er bereits seit 25 Jahren in Happy Valley wohne - und ich muss ihm recht geben – der Meinung sind wir auch.

 

Ich werde mich NIEMALS-NIE wieder auf einen Hike begeben, wenn mir einer sagt, er kenne sich aus…das will ich schriftlich haben…

 

Aber glücklichst wieder zurück, möchte ich eigentlich nicht auf dem PP übernachten sondern lieber noch ein wenig fahren und auf gut Glück hin einen Steinbruch oder so finden.

Bloss dieser Möglichkeiten gibt es an diesem Teilstück der Strasse nicht gerade viele. Wir fahren fast ausschliesslich durch Sanddünen und links und rechts ist bloss loser Sand. So fahren wir und fahren und es wird immer dunkler – nein, noch nicht Nacht aber schon recht dämmerig – die Sonne ist mittlerweile auch ganz weg.

Und da plötzlich – rechts ein Weg und rein – ach nööö, da steht doch schon einer - ist mir wurscht, der Sandplatz ist riesig und gross genug für uns beide.

Wir sehen, dass unser „Nachbar“ gerade dabei ist, seinen Generator zu füttern und so gehen wir rasch hin und fragen anstandshalber, ob wir ihn stören und ob wir die Nacht bleiben dürfen.

Abendstimmung auf unserem Boondockplatz
Abendstimmung auf unserem Boondockplatz

Ja klar – kein Problem – und danke und tschüss und rein und ab in die Küche – ich bin hundemüde und total „uff de Wegge“

 

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

03.09.2012 “Boondocking” ca. 50 km nach “Muskrat Falls” – Churchill Falls, hinter dem Town Center

 

Temperatur:

Nachts min.: 1.6°C

 

Tages max.: 34.3°C

 

 

 

 

Ich bin ein armes Schw… - lägg, hab ich einen Muskelkater.

Bereits in der Nacht habe ich Muskeln gespürt, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt.

unser Boondockplatz am Morgen...

Nun - wir wollen an einem „schönen“ Ort frühstücken und machen uns wieder auf den Weg. Ein paar Möglichkeiten sind uns nicht „schön“ genug – oder wir hatten noch keinen Hunger…

Dann sehe ich rechts den Abzweiger nach „Gull Island“ – keine Ahnung, was das für ein Aussichtspunkt ist – ich will es eigentlich auch gar nicht wissen ;-)

Aber beim Abzweiger ist eine grosse Fläche abgebrannter und/oder abgeholzter Wald, mit vielen verzweigten Wegen, wo man gut stehen kann und es hat ziemlich viele Leute dort…

 

Wir fahren dort rein und stellen uns auf einen Nebenweg und jetzt sehen wir auch, was die Leute alle so machen: Blueberry picking. Wenn man genau hinsieht und sich das Auge etwas an die Bodenstruktur gewohnt hat, ist alles blau – es hat so viele Beeren – nicht sehr dicht, die Stauden sind sehr niedrig aber es hat viele. An den kriechenden Sträuchern hängen sie einzeln oder in Clusters, man braucht sie nur abzustreifen.

Man könnte sich auf den Boden liegen und mit genügend Wind würden einem die Berries in den Mund wehen – na ja, oder so ähnlich…

Erich schlägt mir vor, dass ich Frühstück mache und er Beeren pflücken geht und nach knapp einer halben Stunde kommt er mit einer rechten Schale voll zurück – Yummy…

 

Danach müssen wir nochmals sehen, ob es immer noch welche hat und wir kommen nicht umhin, noch ein paar Handvoll direkt ins Kröpfchen…

 

Dann liegen weitere gut 200 km vor uns bis Churchill Falls. Ca. 20 km hinter unserem Frühstücksplatz fängt wieder Dirt Road an (ab H.V.-G.B. bis hierher war geteert).

Ab nun staubt‘s gewaltig – hinter uns wirbeln wir gehörig welchen auf. Wenn wir überholt werden oder Fahrzeuge entgegen kommen, sieht man einfach gar nichts mehr und man muss radikal in die Klötze.

Nach ca. 20 km Dirt folgt wieder Strasse mit Belag – juhuii – ja aber bloss für ca. 7 km :-(

Danach gibt’s wirklich bloss noch Dirt und Staub – viel Staub…

Wie die das schaffen wollen, dass im 2014 alles gepaved sein soll – das wissen wohl bloss die Götter.

 

Wir fahren weiter durch friedliche Landschaft...

Um ca. 18:00 sehen wir dann aus dem rechten Augenwinkel einen ersten Dam oder Dike und ein grosses Kraftwerk, wunderbar „ugly“ und fertig ist's mit schöner und friedlicher Landschaft.

Ein paar Minuten später stehen wir dann schliesslich hier, hinter dem Town Center, was heisst, ein architektonisch furchtbar anzusehendes „Gebilde“ von Haus, das ein Hotel mit Restaurant, einen Laden, die Post, die Library, eine Bank und die Schule beherbergt. Ach ja – ein gratis zu benutzendes Hallenbad steht ebenfalls zur Verfügung und deshalb auch die Duschen – toll :-)

Hinter dem Gebäude gibt es Parkplätze mit Steckdosen, für die Motorheizungen im Winter und da darf man als Camper stehen und sich am Stromnetz anhängen – alles kostenlos.

Als Dankeschön gehen wir ins Restaurant zum Nachtessen – unsre Begeisterung hält sich aber in Grenzen…

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

04.09.2012 Churchill Falls, hinter dem Town Center

 

Temperatur:

Nachts min.: 9.8°C

 

Tages max.: 20.6°C

 

 

 

 

Erich geht heute auf Besichtigungstour und ich widme mich dem Abwasch, Brot backen und Internet in der Library.

Toll – es gibt alles gratis :-)

 

Wie er zurückkommt, kann er mit mehr Informationen über den Ort aufwarten:

 

Churchill Falls ist eine sogen. „Company Town“, d.h. die Stadt wurde ursprünglich von „Nalcor“ gegründet und Mitte der 60er Jahre erfolgte der „first blast“ zum Bau der Riesen-Stau-Anlage und Anfang der 70 ging die erste Turbine ans Netz.

Die Wohnhäuser gehören allesamt dem Unternehmen, die Arbeiter wohnen gratis und nur solange hier, wie sie für das Unternehmen arbeiten. Strom erhalten sie ebenfalls umsonst, dafür bekommen sie keinen „Nordzuschlag“ und keine Abgeltung für das Wohnen in der Abgeschiedenheit. Das wurde mit der „Union“ vereinbart. Die Schule als auch der Arzt werden von der Company gestellt und bezahlt. Der Vorgänger des derzeitigen Doktors ist eines Tages nach einem Sabbatical einfach nicht mehr aufgetaucht. Der derzeitige hat eine „Galgenfrist“, nach Ablauf derer er sich entschieden muss, ob er bleiben will.

Von der Grösse der „Stadt“ her, hätten sie lediglich Anspruch auf eine Nurse.

Es gibt 4 private Unternehmen, die sich hier „engagieren“: ein Laden, ein Pub, eine „Ultramar“ Tankstelle sowie das Hotel mit dem einzigem Restaurant im Ort.

Die RCMP haben sie um eine Person aufgestockt, 2 Mann hätten sie „zugut“ – offenbar war/ist aber Bedarf für mehr ;-)

 

Die gesamte Stromproduktion von bis knapp über 5 Gigawatt wird exportiert und an „Hydro Quebec“ verkauft – ab dann hat Nalcor keine Ahnung mehr, was weiter mit dem Strom passiert.

 

Und da wir in einer stromproduzierenden Company Town sind, und der Strom gratis ist, hat offenbar auch keiner einen Grund, Strom zu sparen: Das zeigt sich schon bei Kleinigkeiten wie den Toiletten-Anlagen: Die WC’s im Hotel/Restaurant flushen „automatic“ – also mit Sensor, der Seifenspender, der Wasserhahn und der Händetrockner ebenfalls und sowieso…

Einfach krank das Ganze…

 

Dafür werden mein Brot und Kuchen mit Gratisstrom und aus dem Brotback-Automaten exzellent ;-)

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

05.09.2012 Churchill Falls, hinter dem Town Center

 

Temperatur:

Nachts min.: 7.9°C

 

Tages max.: 13.9°C

 

 

 

 

…und weil’s heute Nacht ziemlich regnet und kalt wurde und es heute Morgen auch bloss grau in grau ist und es uns gar nicht gelüstet, bei diesem Wetter weiter zu fahren, beschliessen wir, einen weiteren Tag als Zugabe einzulegen und hoffen für morgen auf besseres Wetter…

Im Hallenschwimmbad geniessen wir eine feine Gratis-Dusche und in der Library gratis WiFi.

 

In diesem Falle: ein herzliches Dankeschön an „Nalcor“ für den super Service

 

Zum Zeitvertreib verarbeite ich mal etliches an Fressalien aus dem KS und koche, den Aussentemperaturen entsprechend, winterliche Erbsensuppe mit Salzfleisch und den Rest Rüebli und Lauch als Gemüsepfanne. So brauche ich in den nächsten Tagen bloss noch aufwärmen. Der KS wird langsam wieder leer und ich hausfrauenarbeitslos ;-)

 

Auch recht und gar nicht schlecht…

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

06.09.2012 Churchill Falls, hinter dem Town Center – Lab City, Labrador Mall hinter Wal*Mart

 

Temperatur:

Nachts min.: 9°C

 

Tages max.: 22.2°C

 

 

 

 

…heute geht’s wieder weiter.

 

Doch zuvor noch rasch ins Town Center - in der Lobby haben sie ein paar "vorher" und "nachher" Bilder von Churchill Falls aufgehängt.

Ein schnelles Morgenessen im Restaurant. Gleichzeitig E-Mail checken und los geht’s. Zuerst wieder ein püar km zurück - wir wollen uns das grosse Power Plant nochmals ein wenig genauer ansehen.

Ab Churchill Falls ca. 30 km geteerte Strasse, dann ca. 75 km Gravelroad mit Baustellentätigkeit und der Rest von nahezu 160 km bis Lab City wieder neu gepaved und gut ausgebaut – wir rollen auf Samtpfötchen dahin…

 

...und überqueren den Churchill River in seinem ehemaligen Bachbett :-(

Ganz kurz vor Lab City verlassen wir die „500“ und biegen auf die „389“ ein, die uns nun bis Baie-Comeau als „Unterlage“ für die Räder dient ;-)

Um 17:00 sind wir beim Visitor Center aber das schliesst um 16:30.

Wir wissen aber, dass es einen Wal*Mart gibt und in der Labrador Mall werden wir fündig.

Wir bekommen das OK des Store Managers und dürfen uns hinter das Gebäude stellen und Strom anzapfen.

WiFi bekommen wir ebenfalls aus der Mall – das Netz von Motorola ist offen ;-)

In der Mall gibt es auch eine neu eröffnete Filiale von „Jungle Jim’s Eatery“ – haben wir auf New Foundland schon ein paar Mal gesehen – und da wollen wir der Einfachheit halber zum Nachtessen hingehen. Die Leute stehen aber Schlange…

Wie wir zum 2ten Mal vorbei kommen, gehe ich die vordersten in der Reihe fragen – sie warten bereits seit 45 Min. – Ach neee- danke – gibt’s halt was zuhause…

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

07.09.2012 Lab City, Labrador Mall hinter Wal*Mart - Boondocking ca. 30 km hinter “Fire Lake”

 

Temperatur:

Nachts min.: 10.5°C

 

Tages max.: 22°C

 

 

 

 

In der Nacht – pünktlich wie die Maurer – fängt es wieder zu regnen an. Und diesmal kriegen wir wieder so richtig was ab. Am Morgen um 08:00 ist es immer noch dunkel wie-in-ere Chue und wir haben unsäglich Mühe aufzustehen

 

Und dann muss ich heute auch noch viiiel Geschirr spülen, was auch nicht sehr zu meiner Motivation beiträgt ;-)

Entsprechend wird es wieder einmal spät, bis wir en route sind.

 

Zuerst ins Visitor Center, wo wir in der Ausstellung u.a. Infos bekommen über die First Nation, die dort lebten und Pelzhandel mit der Hudson Bay Company betrieben und über die Prospectors, die in den 1930er Jahren Labrador auf Bodenschätze untersuchten und Anfang der 50er kommerziell zu fördern begannen.

Danach noch ein paar km zurück – Erich möchte noch ein Foto von einem Pelletier-Werk, wo Eisenerz aufkonzentriert und zu Pellets verarbeitet wird.

Im Visitor Centre haben wir ein leaflet bekommen mit den Road Conditions für die nächsten ca. 600 km.

 

Section 1: Labrador City bis Mount Wright (hinter Fermont), ca. 40 km, ist die Strasse gepaved und wir kommen gut voran. Auch das Wetter ist wieder freundlich und die Sonne lässt sich blicken.

Section 2: Mount Wright to Fire Lake, ca. 63 km, dürfen wir über eine “narrow and winding” Dirt road “hötterlen” und irgendwie gefällt uns dieses Strassenstück recht gut – es sieht noch recht “ursprünglich” aus.

Inzwischen wurde der Himmel immer grauer bis dunkel-schwarz und streckenweise regnet es etwas, nicht sehr heftig aber es ist bereits ziemlich dunkel. Um 18:00 sieht es aus wie normalerweise um 20:00.

Einen uns genehmen Übernachtungsplatz haben wir auch noch nicht entdeckt. Also fahren wir weiter.


Section 3: Fire Lake to Gagnon, ca. 89 km gepaved mit some pot holes.


Und nach so 30 km sehen wir ihn dann doch noch – den Übernachtungsplatz. Etwas abseits der Strasse, schön offen, an einem kleinen Gewässer.

Es hat viele Blackflies und ich flüchte mich sofort ins Haus aber es gibt wieder blauen Himmel und letzte Sonnenstrahlen – schööön…

Jetzt hoffen wir bloss, dass wir keinem verrückten Jäger als Zielscheibe dienen – wir haben ein etwas verblichenes Brett mit Aufschrift „Chasseur à l‘affût“ (oder so) an einen Baum genagelt gesehen.

Da wir aber nicht Franz können, Quebec-Franz schon mal gar nicht - wissen wir nicht, was das heisst ;-)

Ach ja - leere Schrotpatronen liegen auch herum…

 

Bevor wir ins Bett wollen, schauen wir nochmals hinaus, der Himmel ist jetzt sternenklar und – wir sehen sie - endlich doch noch - die „Aurora borealis“, bevor wir diese „Latitude“ verlassen.

Gut eine halbe Stunde können wir zusehen, wie sich die beiden hellen Bögen über dem nördlichen Horizont immer wieder verändern und über den Nachthimmel wabern.

Darauf hatten wir gehofft, aber bisher hat es nie gepasst. Entweder war Vollmond, Regen, Wolken - heute hat‘s geklappt, wenn auch schwach aber trotzdem schööön.

Wir vermuten auch, dass die Höhe von 600 m auch etwas ausmacht und der absolut offene Stellplatz.

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

08.09.2012 Boondocking ca. 30 km hinter “Fire Lake” – Manic Cinq, neben Arbeiterunterkunft ?

 

Temperatur:

Nachts min.: 4.4°C

 

Tages max.: 18.7°C

 

 

 

 

Am morgen früh scheint die Sonne etwas, später wird es dann grau.

Wir genehmigen uns ein gemütliches Frühstück und eine feine, „hausgemachte“ Dusche :-)

Ach ja – und Erich hat Blueberries entdeckt und geht noch rasch eine Schale ablesen – für morgen, zum Frühstück…

 

Bis wieder alles verräumt ist und wir abfahrbereit sind, ist es 14:00

 

Die Streckenbeschreibung, die wir gestern im Visitor Center on Lab City bekommen haben, ist ab hier nicht wirklich hilfreich. Es heisst, die 175 km bis Manic Cinq, seien Gravel, in good condition, streight – ja pfiiffedeggel…

 

Das erste Stück ist gepaved, was ja toll ist, danach kommt ein langes Stück Dirtroad – nicht gravel und später wechseln sich Teer- und Dirtroad immer mal wieder ab

Das wär eigentlich noch kein Problem aber von wegen „streight“ – es hat Abschnitte die sind recht kurvenreich. Die Strasse geht auch sonst nicht „streight“ – es sind viele Hügel zu überqueren, dementsprechend geht es rollercoastermässig bergauf und bergab. Manchmal echt steile Steigungen hoch und auf der anderen Seite - logischerweise – ebenso steil wieder runter.

Ausserdem hat es „washboard“ und noch mehr „pot holes“. Die empfohlenen 70 km/h können wir nicht mal annähernd einhalten.

Ausserdem - und das ist das allergrösste heute: Seit wir weggefahren sind, regnet es praktisch ununterbrochen, mal heftig und mal noch heftiger – kurz auf den Punkt gebracht: es SEICHT

 

...ein wirklich trostloser Tag...

Glücklicherweise ist die Strasse nicht schmierig, die Sandpiste ist soweit griffig aber der heftige Regen wäscht die Strasse aus und das Wasser läuft in Bächen längs und quer zur Fahrbahn, die Löcher sind wassergefüllt und man sieht die Tiefe nicht – kennen wir doch von irgendwoher ?.

Ausserdem hat es noch regen Truck-Verkehr.

 

Und von der sicherlich schönen Landschaft, den „Groulx Mtns.“ und dem eigenartigen See, dem „Manicouagan Crater“, der aus dem Orbit gut sichtbar ist, sehen wir auch nichts – alles wolken- und regendicht.

 

Nun – wir benötigen für die ca. 220 km gut 6 Stunden und erreichen „Manic Cinq“ so gegen 20:00.

Es heisst, es gibt eine Tankstelle und ein Restaurant hier. Beides finden wir nicht gleich und stellen uns einfach mal auf einen PP neben einer Arbeiterunterkunft (nehmen wir mal an).

 

...unser Stellplatz am nächsten Morgen...

Direkt unterhalb einer riesigen Staumauer. Heute können wir keinen fragen aber wir erlauben uns einfach, Strom aus der Steckdose zu ziehen. Bisher durften wir auch immer…

 

 

Und weiter suchen wollen wir nicht, denn es kübelt was runter mag. Morgen ist noch früh genug…

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

 

09.09.2012 Manic Cinq, neben Arbeiterunterkunft ? – Baie-Comeau, Hinter Wal*Mart Komplex

 

Temperatur:

Nachts min.: 13.9°C

 

Tages max.: 24.9°C

 

 

 

 

Glücklicherweise hat es in der Nacht aufgehört zu regnen, so dass wir trockenen Fusses vom Wohn- zum Fahrerhaus wechseln können - wohl dem, der einen Durchschlupf hat ;-)

Wir fahren nochmals das bis zu 18% steile Strassenstück hoch, bis oberhalb der Staumauer...

...und sehen uns, v.a. Erich sieht sich, auch noch die Schleuse an.

Touren sind für diese Saison bereits eingestellt – 31.08.2012 war Ultimo – see U in 2013…

Dann wieder zurück...

...und wir finden die Tankstelle und das Restaurant doch noch – ca. 4 km nach der Staumauer in einem Rank befindet sich ein riesiger Platz für LKW’s, die Tankstelle, das Restaurant mit Motel.

Es gibt Frühstück und wir füllen noch etwas Diesel nach und dann folgt nochmals so ein Husaren-Ritt wie gestern, bloss dass die Strasse heute gepaved ist und ausserdem „winding“ und „narrow“.

Na ja die beiden Letzteren wären nicht so ein Problem, was uns und dem armen „Mogge“ zu schaffen macht sind die vielen mehr schlecht als recht ausgebesserten Pot holes und Risse in der Fahrbahn – davon steht in der „Gebrauchsanleitung“ zu diesem Teilstück der „389“ nirgends was geschrieben.

Ein gutes Stück hat neuen Belag und fährt sich locker aber auf dem grössten Teil der Strecke werden wir so richtig frei nach James Bond: geschüttelt UND gerührt bis das Gebiss wieder einmal von alleine klappert…

Na ja, zumindest einen Aufsteller gibt’s: Das Wetter ist heute bedeutend besser. Es gibt Sonnenschein, ordentlich Wolken aber kaum Regen.

 

Ein kurzer Halt noch bei Manic 2...

Für die 210 km ab dem Frühstückshalt im Restaurant bis nach Baie Comeau benötigen wir auch wieder 5 Std. obwohl wir zwischendurch ein Weilchen sogar einmal 70 !!! fahren konnten.

 

Und nun „boodocken“ wir wieder in der „Zivilisation“ hinter dem Wal*Mart-Gebäude – heute ohne jemanden zu fragen – weil – Sonntag 17:00 geschlossen.

...aber ohne WiFi - trotz Zivilisation…

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

10.09.2012 Baie-Comeau, Hinter Wal*Mart Komplex – Forestville, Camping de la Baie Verte

 

Temperatur:

Nachts min.: 7.4°C

 

Tages max.: 25.3°C

 

 

 

 

Und da uns die „Zivilisation“ wieder hat, finden wir auch einen „IGA“ und gehen wieder einmal gepflegt einkaufen.

 

Dann fahren wir auf die „Péninsule de Manicouagan“ und nach Pointe Lebel und weiter, bis die Strasse endet. Nicht weiter beeindruckend – wir suchen aber einen schönen Platz zum Frühstücken. Satz mit „X“: war wohl nix…

Also drehen wir wieder um und fahren ein paar km zurück, bis eine Zufahrt zu einem verlassenen Grundstück zwischen 2 Häusern uns einlädt.

Leider muss man grosszügig über viele Glasscherben hinwegsehen und aufpassen, wo man hin tritt. Unsere Freude an der soweit schönen Aussicht über den Fleuve Saint-Laurent hält sich entsprechend in Grenzen, wenn man in die Nähe und auf dem Boden kuckt.

 

Anschliessend fahren wir die 20 km wieder zurück und auf der „138“ westwärts – bloss bis Forestville.

Beim dortigen McDoof gehen wir extra auf einen McCafé, weil wir WiFi checken möchten – aber auch hier wieder: Satz mit „X“ – kein WiFi.

Bisher haben wir gemeint - und so wird es auch immer kommuniziert – alle McDööfer hätten WiFi – hier ist nichts zu wollen.

 

Also weiter zum „Camping de la Baie Verte“ auf einen Übernachtungsplatz. Obwohl im Guide beschrienen, dass „Douches et Toilettes“ vorhanden wären, gibt es lediglich ein altes Häuschen mit WC, die schönen neuen Duschen sind aus unerfindlichen Gründen verriegelt und verrammelt. Zum Duschen müssten wir wieder an die Service-Station mit McDoof und einmal nass machen kostet CND 5.95 - ja bin-i-denn ganz blööd…

 

WiFi gibt’s selbstverständlich auch nicht, wie konnte ich auch bloss so saudumm fragen – und dafür, was es alles NICHT gibt, dürfen wir auch noch bezahlen :-(

Na ja, das nennt sich halt eben „Zivilisation“… 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

11.09.2012 Forestville, Camping de la Baie Verte – Bergeronne, Camping «Bon Désir»

 

Temperatur:

Nachts min.: °C

 

Tages max.: °C

 

 

 

 

Nach dem Aufstehen und Geschirrspülen wollen wir los, stellen uns aber noch kurz bei einem Interpretiv Sign hin und haben sofort den Campingplatz-Chef neben uns. Das gibt einen längeren, netten Plausch auf Franzeesch – wir in unserem besten Français Féderal und er in bestem Québequois - dementsprechend verstehen wir uns ausgezeichnet ;-)

 

Dann fahren wir die riesenlange Stecke von ca. 500 Meter und sehen einen netten Pic-Nic-Platz auf einer Aussichtsplattform in der Nähe eines alten Holztransport-Kanals – eine Tisch/Bank-Kombination und 2 sep. Bänke und hier wollen wir frühstücken. Wir haben inzwischen echt Kohldampf bekommen – Plaudern macht hungrig…

Allerdings ist schon belegt aber wir dürfen uns dazu setzten.

Kaum da, kommt ein junges Paar und wie wir fertig sind, fangen sie an zu brutzeln – richtig crowded, hier…;-)

Anschliessen wollen wir am „Cap Bon Désir“ sehen, ob es Wale zu beobachten gibt. Man sieht ein paar Mal einen Blas aber ganz weit draussen.

Und dort werden wir von einem Paar aus DE angesprochen und wir finden uns auf dem gleichen Campground dann wieder.

Wir haben einen wunderschönen Stellplatz mit grossartiger Aussicht auf den St. Laurent aber ziemlich uneben und es dauert eine Weile, bis wir mit Keil, Brettern und Brettchen, das Haus soweit eben haben, dass wir nicht aus dem Bett fallen – na ja, theoretisch.

Sie wiederum, benötigen Strom und haben dafür keine Aussicht…

 

Nach dem Nachtessen sind wir dann bei Ela und Wolfgang aus Euskirchen zu einen Bier und einem Schwatz eingeladen und wir versprechen „Gegenrecht“ morgen zu einem Kaffee. 

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

12.09.2012 Bergeronne, Camping «Bon Désir» - Baie-Ste-Catherine, Boondocking oberhalb der Kirche beim altem Tennisplatz

 

Temperatur:

Nachts min.: 6.4°C

 

Tages max.: °C

 

 

 

Wir stehen sehr offen und entsprechend wird es auch ordentlich kalt in der Nacht aber wir haben auch den vollen Sonnenaufgang und mit dem ersten Strahl wird’s wärmer.

Unser „Espresso-Besuch“ schaut, wie abgemacht, vorbei und es wir ein längeres Plauschen.

Anstatt so um 12:00 sind wir gegen 14:00 unterwegs und wir wollen uns in Tadoussac erneut treffen, weil wir das Interpretation Centre besuchen wollen.

Tadoussac ist ein nettes, lebhaftes Städtchen, mit vielen Restaurants und ebenso vielen Parkverbot-Tafeln für grössere Vehicle.

Ausserdem nehmen wir an wir hätten uns verfahren, weil wir den „Parc marin…“ nicht finde.

Entsprechend nehmen wir auch an, wir hätten die beiden „verloren“.

Wir fahren noch zum „Maison des Dunes“ hoch – eine riesige, hohe Sanddüne mit einem grossartigen Ausblick auf dem St. Laurent und dort oben könnte man auch wundervoll Boondocken. Leute sitzen da auf ihren Campingstühlen, mit Fernglas und Feldstecher und suchen das Wasser nach Walen ab…

Wir fahren aber wieder zurück, stellen unser Auto auf einen PP wo angeschrieben steht „Autos seulements" – na ja, wir sind ja auch ein solchiges - und ausserdem verstehen wir kein Franz…;-)

Zu Fuss gehen wir zum „Centre d’interprétation des mammifères…“ und erfahren dort, dass es keinen „Parc marin…“ gibt – an fraglicher Adresse gäbe es bloss die „Administration“.

OK – dumm gelaufen – begeben wir uns halt auf einen kurzen „Chemin d’Interprétation“ – und – da kommen sie uns doch tatsächlich entgegen.

Wir wollen noch einen Abend zusammen verbringen und suchen dann einen Übernachtungsplatz aber vorzugsweise in Baie-Ste-Catherine, dann sind wir nämlich morgen schon über das Nadelöhr hinweg. Es gibt nämlich keine Brücke, sondern bloss eine Fährfahrt von ca. 10 Min.

Die Überfahrt ist gratis und derzeit hat es praktisch keinen Verkehr mehr, das dürfte morgen dann wieder anders aussehen.

Also rüber und dort zur „Pointe Noir“ mit Pic-Nic-Platz aber da gibt’s bloss Raum für ein paar PKWs.

Dann halt weiter und Wolfgang fährt voraus. Im Ort rechts rein, zur Kirche – is nix…Parkverbot für RVs…

Ein paar Meter weiter und erneut rechts rein und da stehen wir nun stinkfrech neben einem Gebäude, wo wir annehmen , es sei ein Community Centre und einem alten, verwahrlosten Tennisplatz und „schmeissen“ ein Nachtessen zusammen und plauschen weiter bis fast um Mitternacht.

Ela und Wolfgang erzählen von Brasilien, Chile, Argentinien – Südamerika, das sie im 2010 bereist haben und wir können einige Infos zu Mexico beisteuern, sie wollen für den Winter in die Baja und später aufs Festland übersetzen. 

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

13.09.2012 Baie-Ste-Catherine, Boondocking oberhalb der Kirche beim altem Tennisplatz – Isle aux Coudres, „Sylvie‘s Chalets et Camping“

 

Temperatur:

Nachts min.: 6.4°C

 

Tages max.: °C

 

 

 

 

Auch heute wird es zufolge ausgiebigem „G‘schnääder“ bei ihnen ca. 14:00 und wir versprechen „kit“ und denken, dass wir sie in Mex irgendwo wieder treffen werden – bis dahin wieder einmal auch Euch : Gute Fahrt und vielen Dank für Eure Gesellschaft ;-)

 

Wir sind dann gegen 15:00 unterwegs, weil wir zuerst und endlich unseren Reifendruck wieder den Strassenverhältnissen anpassen wollen aber schliesslich haben wir auch das geschafft.

 

Die „138“ führt zumeist auf den Cliffs, mit Aussicht aufs Wasser entlang den St. Laurent.

Bei einer an der Strasse liegenden „Fromagerie“ reissen wir einen schnellen Stopp und decken uns mit „Swiss Cheese“ ein, bevor wir uns dann in Malbaie für die „362“ entscheiden.

Im Visitor Centre können wir uns gerade noch mit einen Camping Guide für QC eindecken und dann ist 17:00 und geschlossen.

Allerdings kriegen wir dort wieder einmal ein Tages Highlight verpasst

Die Dame vom Visitor Centre führt eine Statistik, woher die Leute kommen – ok, soweit so gut.

Sie sei in der Schweiz gewesen aber „sowas“ und deutet auf den St. Laurent, gäbe es dort nicht – il-y-a-que des lacs…

Ahäm – ich kann’s mir nicht verkneifen, fühle mich „überfordert“ und frage sie, was sie denn meine, wo denn das Wasser für die „Lacs“ her käme ?

Ich versuche, ihr dann zu erklären, dass wir zumindest den Rhein im Norden (Bodensee) und die Rhône im Süden (Lac Léman) hätten...

…Ach ja das ist das Gleiche – il change que le nom…???

Nun ja – ist nicht weiter wichtig und vernachlässigbar – ich geb’s auf…

Aber dass man „sowas“ in einem Visitor Centre auf die Leute los lässt… tztztz……

 

Die „362“ soll gut sein für unser Fahrzeug und so ziehen wir weiter…von Meereshöhe auf so +/- 250 Meter und von +/- 250 Meter wieder auf Meereshöhe – immer so innerhalb von 3 – 4 km mit Steigungen und Gefällen von 12 – 15 – 17% auf jeweils ca. 500 m.

Das sind Kurven in der Vertikalen anstatt in der Horizontalen.

Schliesslich geht’s in St-Joseph-de-la-Rive auf die Fähre und rüber auf die „L’Isle aux Coudres“ und auf den „Sylvie‘s Chalets et Camping“

Wir werden uns die kleine Insel morgen ein wenig ansehen. Sie ist bloss ca. 10 km lang und 3 km breit… 

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

14.09.2012 Isle aux Coudres, „Sylvie‘s Chalets et Camping“ – Boischatel, Boondocking beim Visitor Information

 

Temperatur:

Nachts min.: °C

 

Tages max.: °C

 

 

 

 

Na ja, die Insel gibt nicht allzu viel her – etliche schöne Häuser und ein paar B&B’s und Hotels. Leider ist auch noch Ebbe und so gibt es nicht viel zu sehen.

Erich’s Geburtstags-Frühstück gibt’s in einem Restaurant ein paar km vor der Fähre.

Unser Stellplatz bei Sylvie's Chalets et Camping...

 

Und wie wir wieder den steilen "Hoger" zum Pier hinunter fahren, sehen wir linkerhand auf einem PP einen weissen Camper stehen – genauer hingekuckt, sind es Wolfgang und Ela. Mit einem so schnellen Wiedersehen hatten wir nun auch nicht gerechnet ;-)

Sie sind nur schnell herüber gekommen, haben auch die Insel umrundet und wollen wieder aufs Festland zurück.

Wir beschliessen, den heutigen Abend nochmals zusammen zu verbringen und Ela möchte „Züri G’schnätzlets“ machen.

Parc de la Chute de Montmorency
Parc de la Chute de Montmorency

Eigentlich wollten wir im „Parc de la Chute de Montmorency“ über Nacht bleiben. Die PP-Gebühr für ein WoMo beträgt aber satte CND 25.00 und übernachten darf man auch nicht mehr.

Wieder mal so ein Touri-Nepp.

Also mache wir rechtsumkehrt, fahren ein paar km durch eine Baustellen-Umleitung und zurück zum Visitor Centre in Boischatel. Das ist aber wegen Baustelle und vermutlich auch wegen Saison-Ende geschlossen – verriegelt und verrammelt…

Na ja, gleich daneben ist eine Einfahrt „Vehicules autorisés seulement“ - aber wir können ja kein Franz...

Wir stehen ganz gut und Ela drückt mir den Salat und die Teigwaren in die Hände und wir machen uns ans Kochen.

So bekommt Erich ein gediegenes Geburtstags-Nachtessen in erst noch netter Gesellschaft.

Euch beiden noch einmal vielen Dank :-)

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

15.09.2012 Boischatel, Boondocking beim Visitor Information – Saint Georges, Boondocking Wal*Mart

Temperatur:

Nachts min.: 7.5°C

 

Tages max.: 26.5°C

 

 

 

 

Gegen Morgen fängt es an zu regnen – ein paar schwere Tropfen und danach lacht wieder die Sonne.

 

Mit einem gemeinsamen Espresso verabschieden wir uns heute definitiv von den Beiden. Sie wollen die Quebec Altstadt besichtigen und wir wollen südwärts.

Wir finden noch einen McDoof und ich kann meine überfälligen Mails checken – so gegen 40 Stk. sind es heute. Glücklicherweise kann ich die meisten löschen – bloss Schrott…

 

Danach verfahren wir uns gründlich und bis wir wieder auf der (vermeintlich) richtigen Strasse sind, vergeht gut eine halbe Stunde.

Etliche km weiter stellt es sich heraus, dass es doch der falsche Hwy ist – aber ja , alle Wege führen irgendwie nach Stanstead und zur US-Grenze – wenn auch durch „Hintertürchen“.

 

Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz fahren wir nochmals querfeldein und es wird immer schlimmer. Jeder Seitenweg ist „privat“ und abgesperrt. Camping finden wir auch keinen in der Gegend. Schliesslich fragen wir ein junges Paar, ob sie wissen, wo wir stehen bleiben könnten.

Ach ja – in Saint Georges gibt es einen Wal*Mart…

Es ist praktisch Nacht und somit - nichts wie hin, wieder 20 km zurück und schliesslich finden wir den Laden auch – aber bloss dank GPS. Geschlossen, PP total leer. Wir können niemanden fragen und stellen uns in die hinterste Ecke - und jetzt ist Ruhe im Schiff…

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

16.09.2012 Saint Georges, Boondocking Wal*Mart – Stanstead, “Lac Frontière” Campground

 

Temperatur:

Nachts min.: 3.5°C

 

Tages max.: 20.5°C

 

 

 

 

Wir haben gut geschlafen in unserer Ecke – ist wirklich wieder einmal ein Super-Wal*Mart ;-)

WiFi gibt’s auch und ich kann meine restliche Post abarbeiten – zumindest teilweise…

 

Als „Gegenleistung“ gehen wir noch rasch einkaufen – ein neuer „Bodum-Coffeemaker“ muss her. Ich hab bei meiner das Glas geschlissen – keine Ahnung wie, jedenfalls hat’s einen Sprung in der Schüssel.

Dann ein schnelles Frühstück beim Mini-McDoof, in der gleichen Gebäude-Ecke und dann können wir fahren.

Erich lässt mich wieder einmal – er fühlt sich nicht so heute…

 

Und so kutschiere ich unser Haus durch eine zumeist von Land- und Milchwirtschaft geprägte Gegend. Die Farmen sind recht ansehnlich und die meisten sind ordentlich aufgeräumt um die Häuser.

 

Zuerst auf der „108“ und dann auf der „143“ geht es südwärts und Stanstead zu. Morgen wollen wir da über die Grenze.

Unterwegs kaufen wir bei einem Farmers Market noch frische Baguette und Croissants für morgen zum Frühstück.

Es ist ein wunderbar sonniger Tag und um ca. 19:00 sind wir am Tagesziel angelangt.

 

Da wir die letzten 3 Nächte „geboondockt“ haben, kostet es heute wieder einmal 35.00 CAD aber wir benötigen eine Dusche und müssen die Abwassertanks leeren, bevor wir bei Brad aufkreuzen. Dafür bekommen wir aber auch einen herrlichen Stellplatz – einen herrlich schrägen, auf dem wir beim besten Willen unser Haus niemals gerade hinkriegen – wir müssten auf einer Seite vorne und hinten je so 20 – 25 cm unterlegen.

...das ganze Haus ist schief...
...das ganze Haus ist schief...

Nach einigem Umschauen finden wir dann doch noch eine Site, auf der wir mit ca. 8 cm unterlegen, ausgleichen können.

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

17.09.2012 Stanstead, “Lac Frontière” Campground – Sugar Hill bei Brad und Renate

 

Temperatur:

Nachts min.: °C

 

Tages max.: °C

 

 

 

 

Da uns die Campingplatz Lady gestern gesagt hat, wir dürfen uns Zeit lassen, machen wir das auch und „vernichten“ noch einiges an Esswaren, bevor es über die Grenze geht.

 

Dann das übliche: Aufräumen zusammenpacken, duschen und dann los. So ca. 3 km weiter sind wir bereits am US-Zoll zu Vermont.

 

Nach den übliche Befragungen von woher, wohin und wie lange schon und wie lange noch und wann wollt ihr wieder zurück nach Sweden, dürfen wir vorziehen und zur Agriculture Control.

Die Dame ist sehr nett und wirft lediglich einen Blick in den Kühlschrank. Sie nimmt uns 2 armselige, alte, vertrocknete Frühlingszwiebeln, die ich schon erwähnt hatte sowie eine halbe angetrocknete Zitrone weg. Ansonsten ist sie sehr angetan von unserem Fahrzeug und wir dürfen passieren…

Sugar Hill - Kirche
Sugar Hill - Kirche

In St. Johnsbury gehen wir noch ein paar Flaschen Wein einkaufen und dann stehen wir - nachdem wir uns einmal aber dafür richtig und gerade mal ein paar hundert Meter von Brad entfernt, ganz heftig verfranzt haben - bei ihm vor seiner Cabin.

Zufälligerweise ist Renate aus Deutschland auch gerade hier und wir lernen sie heute zum ersten Mal richtig und persönlich kennen. Wir haben beide im Herbst 2009 in Klüsserath an einem Seabridge treffen kennen gelernt – mir Brad haben wir am Tisch gesessen und Renate bloss so von weitem gesehen, sie war zu beschäftigt ;-)

Es hat sich aber ergeben, dass ich seither mit ihr netten E-Mail-Kontakt habe und hier treffen wir uns zum ersten Mal „richtig“.

Zusammen gehen wir nach Littleton ins „99“ zum Nachtessen – herzlichen Dank Euch beiden für die Einladung. 

18.09.2012 Sugar Hill bei Brad und Renate

 

Temperatur:

Nachts min.: °C

 

Tages max.: °C

 

 

 

 

Am Vormittag verspricht das Wetter noch einigermassen zu halte und so fahren wir gemeinsam zum „Cannon Mt.“ und mit der Seilbahn hoch. Kaum sind wir oben, kommt leider, leider dicker Nebel auf und man kann kaum mehr was sehen.

Nach einer ebenso dicken wie heissen Schokolade, die wir mit Kaffee verdünnen, damit sie nicht mehr gar so süss ist, fahren wir nach einem kurzen Aufenthalt wieder runter, sehen uns das Ski-Museum an und ich mache ein Foto von den dort ausgestellten gold und silber „Blämbbu“ von Bode Miller – der wohnte hier in der Nähe ;-)

Danach geht‘s im Regen zum „Basin“ („Franconia Notch State Park“), mit seinen fröhlich sprudelnden Wasserläufen, die zwischen von Gletschermühlen glatt geschliffenen Felswänden durchrauschen, Tröge durchfliessen und schliesslich in dem Basin enden. Klar fliesst anschliessend der Bach weiter…

Schliesslich „enden“ auch wir - in Littleton beim „Coffee Pot“ zum Pancake-Frühstück – yummy, Pancakes mit Walnüssen - sehr lecker ;-)

 

Anschliessend führt uns Renate noch ein wenig durch das nette Städtchen – wir sehen die längste Candy Bar der Welt – steht offenbar im Guiness-Buch.

Dann geht die Führung durch einen netten Buchladen mit im UG angegliedertem lokalem Handwerk und einem eben stattfindenden Nähkurs, wo gerade „gequilted“ wird, zur alten Stein-Mühle, wo ich 2 Pakete Polenta-Mais einkaufe.

Brad ist etwas uff de Wegge und möchte zu einem Nap nach Hause also wird er dort „abgesetzt“ und Renate führt uns zum „Mount Washington Hotel“, Bretton Woods, auf eine schöne Tasse Tee.

Hier fand vom 1. bis 23. Juli 1944 die „Konferenz von Bretton Woods“ statt und als Folge der Konferenz wurden die Weltbank und der Internationale Währungsfondsins Leben gerufen.

 

Es regnet immer mehr und Sturm kommt auf und wie wir auf dem Heimweg sind, müssen wir sogar einmal umkehren, weil die Strasse wegen umgestürzten Bäumen oder heruntergefallenen Ästen gesperrt war.

 

Und dann läuft uns auch noch so ca. 200 Meter vor Brads Haus beinahe ein Elch vor das Auto. Es ist gut, dass Renate dem Rechnung trägt und relativ langsam fährt.

Es gibt viele Warntafeln wegen Elchen, die unverhofft einfach auf die Strasse trampeln und man tut gut daran, diese Warnungen wirklich ernst zu nehmen.

 

Schliesslich „chuttet“ und regnet es dermassen, dass wir bloss noch gemütlich drinnen sitzen und am Cheminéefeuer plauschen können. 

 

19.09.2012 Sugar Hill bei Brad und Renate

 

Temperatur:

Nachts min.: °C

 

Tages max.: °C

 

 

 

 

Heute ist wieder ein friedlich-sonniger Tag und man sieht es: Das Laub wird tatsächlich jeden Tag bunter.

Wir gehen über die Strasse zu „Polly’s Pancake Parlor“, zum Frühstück – auch hier yummy ;-)

 

Und nach Erledigung etlicher „Hausaufgaben“, fahren wir am späteren Abend mit Renate noch ein wenig nach Sugar Hill hoch und machen einen kleinen Spaziergang. Es gibt viele wirklich sehr schöne Häuser dort auf dem Hügel, einige mit fast 360° Rundsicht in die „White Mts.“ von NH und in die „Green Mts.“ von VT.

Heute habe ich versprochen, Abendessen zu kochen und so gibt es unser gut schweizerisches-allerwelts-Militär-Menue: G’hackts, Hörnli und Apfelmus, das Renate beisteuert und einen Salat.

 

Bis fast halb elf plauschen wir auch heute wieder… 

  

20.09.2012 Sugar Hill bei Brad und Renate – Strafford, NH, „Crown Point Campground“

 

Temperatur:

Nachts min.: 0.6°C

 

Tages max.: 33.0°C

 

 

 

 

Und heute sollten wir wirklich wieder weiter. Trotzdem sitze wir noch bei Kaffee und gleichnamigem Klatsch bis fast 14:30 draussen auf der Terrasse und geniessen die Sonne – ein strahlender Tag…

In netter Gesellschaft
In netter Gesellschaft

Dann aber gegen 15:00 heisst es doch, Abschied nehmen und wir eisen uns los.

Es war toll, ein bisschen bei Euch zu verweilen – Vielen lieben Dank für Alles und wir hoffen sehr, wir sehen uns wieder – Somehow - Somewhere – Sometime…

 

Ein paar Mal sehen wir „Wild Turkeys“ in Gruppen neben der Fahrbahn – man muss schon aufpassen, mit den Wildtieren, die hier anzutreffen sind.

 

Wir fahren auf der „93“ and believe it or not – aus dem Augenwinkel sehe ich da links ein Polizei-Fahrzeug stehen, sage noch zu Erich, wie lange es wohl dauert bis… - ich kann den Satz nicht fertig aussprechen, habe ich den Wagen hinter mir. Die Lichthupe deutet mir, rechts raus zu fahren. Nichts Gutes ahnend, überlege ich rasch, ob ich vielleicht gleich Brad anrufen soll ;-)

Wir müssen aufpassen, schliesslich befinden wir uns immer noch in NH, dem Staat mit dem „martialischen“ Leitmotto: „Live free or die…“ – autsch…

Ich bin mir aber keinerlei Schuld bewusst – aber – man kann ja nie wissen...

Also halte ich an, kurble das Fenster runter und der Officer kuckt mal so aus 3 m Distanz unser Fahrzeug kritisch an, kommt näher, grüsst nett und meint dann: What is this ? Ich sage ihm: …Oh - that is our RV – und er: that’s an RV ? – strange - from where ? - From Switzerland...

Er schaut sich nochmals um, nickt bewundernd und mit einem freundlichen Lächeln und Daumen nach oben sagt er: ...great, you‘re all set - have a safe trip.

Somit kann ich bestätigen, dass es in NH zumindest noch einen weiteren netten „Cob“ gibt, ausser Brad :-)


Die Suche nach einem Campground gestaltet sich ein wenig langwierig – den Ersten den wir suchen, finden wir nicht – der versteckt sich irgendwo an einer schmalen kurzen Strasse, die von oben bis unten 20% Gefälle aufweist und das muss nun wirklich nicht sein…

Der Zweite, „Ellacoya State Park“, ist nur unverschämt teuer – die wollen sagenhafte US$ 47.00 für einen Stellplatz ohne nichts – (okay close to the lake). Duschen kostet aber nochmals extra und das finden wir nun für einen STATE !!! Park wirklich unanständig.

so weiter Richtung Rochester und in Strafford, NH finden wir dann, nachdem wir über ein paar Schleichsträsschen gefahren sind, den recht schönen „Crown Point Family-Campground“ – für US$ 30.00 ./. Good Sam’s Rabatt = 27.00, inkl. Duschen !


Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

21.09.2012 Strafford, NH, „Crown Point Campground“ – Portsmouth, Wal*Mart

 

Temperatur:

Nachts min.: °C

 

Tages max.: °C

 

 

 

 

Ich freue mich auf eine feine, warme Dusche in einem wirklich blitzeblanken „Washhouse“. Ja, toll - dafür ist es sagenhaft kalt da drinnen, sämtliche Türen und Fenster stehen offen, ausserdem läuft auch noch der Ventilator auf Hochtouren und es zieht wie „d’Sau“ – äxgiisi..

Das Wasser wird auch nicht richtig warm und so „bibbere“ ich für ein paar Minuten unter dem Wasserstrahl, bis ich wieder „sauber“ bin. Bei Erich gibt es offenbar schööön warmes Wasser, wie er mir später sagt –schön gemein, das…

Zum Trotz fahren wir dafür erst um 13:00 h los ;-)

Obwohl uns Renate angeboten hat, bei Brad zu waschen und wir eigentlich noch nicht wollten, entschliessen wir uns heute trotzdem, dies zu tun.

In Dover finden wir eine mit neuen Maschinen ausgestattete Laundry und machen uns fröhlich ans Werk.

So um 19:00 sind wir dann auch fertig und begeben uns ein paar km weiter nach Portsmouth, auf einen Wal“Mart „Campground“ und in Gesellschaft von ein paar anderen Campern.


Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

22.09.2012 Dover, Wal*Mart – Salisbury, MA, “State Beach Rec. Area” mit Campground

 

Temperatur:

Nachts min.: 6.7°C

 

Tages max.: 24.5°C

 

 

 

 

Auch dieser Wal*Mart war sehr angenehm und vom Regen in der Nacht haben wir gar nichts gehört. Am Morgen ist es jedenfalls nass.

 

Bei einem „Burger King“ gibt’s Frühstück und WiFi und dann entdecken wir per Zufall etwas „Aussergewöhnliches“: Einen Lindt Factory Outlet – nix wie hin und – wir schweben im 7. Schoggi-Himmel:

Lindt Schokolade pur und vom Feinsten und in allen Varianten. Manufactured in Switzerland, Germany, France und Stratham, NH, USA.

 

Nach CH-.Rezeptur und wir dürfen kosten – schmeckt wirklich wie zuhause und entsprechend decken wir uns ein – Lindor-Kugeln in allen Sorten und Schokolade in Tafeln bis zum Abwinken – alle unserer Lieblingssorten sind vorhanden…

Auf unsere Frage, ob es von diesen „Outlets“ noch mehr gäbe, meint die Verkäuferin – ja, ja all over the US – Wir werden das also im Argus-Auge behalten :-)

 

Anschliessen begeben wir uns auf die „1“ und folgen der Küste von NH bis nach Massachusetts, wo wir wieder einmal seit ewigen Zeiten einen Seafood Store mit „Live Lobster“ entdecken.

2 schöne Exemplare werden extra für uns „gesteamed“ - Was es heute zum Nachtessen gibt wird aber nicht verraten ;-)

 

Ein paar km weiter finden wir in Salisbury die “State Beach Rec. Area”, mit einem sehr grossen und gut besuchten Campground – ist Wochenende. Wir bekommen aber noch einen Platz und wollen eigentlich unseren Lobsterschmaus am Ufer des Merrimac an einem PicNic Table und bei Sonnenuntergang geniessen. Die vielen Möven – so ein blödes Vieh ruft all seine Verwandtschaft, Jung und Alt, zusammen, wie es sieht, was ich da aus der Tasche zaubere - machen wir ein wenig den „Verleider“ – ich muss unser Food regelrecht verteidigen ;-)

Na ja, der Sonnenuntergang verläuft mittlerweile saisonbedingt sehr rasch und um 19:00 ist es bereits dunkel.

Wir kommen nicht über das Zerlegen der Lobsterbeine hinaus und schon müssen wir wieder zusammenpacken und uns ins „Haus“ verziehen – zu kalt und zu dunkel – schmecken tut’s dann aber auch drinnen…


Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

 

23.09.2012 Salisbury, MA, “State Beach Rec. Area” mit Campground – Hingham, MA, “Wompatuck S.P.”, Campground

 

Temperatur:

Nachts min.: 13.1°C

 

Tages max.: 27.5°C

 

 

 

 

 

Auch heute ist wieder ein ausnehmend sonniger Tag und wie üblich, überziehen wir die Check out time und sind nach einer abschliessenden Dusche um 11:30 auf dem Weg.

Bei „Marie’s Restaurant“ gibt es Frühstück und die Waitress erzählt, dass sie auch einmal in der Schweiz war – von Frankreich kommend für einen Tag in Genf. Ihr sei aufgefallen, dass in der Schweiz alle Leute „pink Cheeks“ hätten - Ja, ja, die Schweizer mit den Apfelbäckchen :-)))

Darauf wissen wir nicht viel Gescheites zu antworten und sind bald wieder auf der „1A“ unterwegs und folgen soweit wie möglich der Küste.

gar nicht mal sooo teuer - ca. 4 Milliönchen
gar nicht mal sooo teuer - ca. 4 Milliönchen

Streckenweise sehen wir etwas davon und streckenweise ist sie mit zumeist schönen Häusern verbaut.

Was mir etwas zu schaffen macht in diesen „New England“ Staaten, ist die Enge. Es ist hier wirklich sehr dicht bebaut. Verkehr hat’s wie bei uns auch und ein Ort geht in den andere über.

In Labrador war das Raumangebot grösser ;-)


Und da wir wieder in der „Fischgegend“ sind, kaufen wir unterwegs in einem Fish Market noch 2 schöne Haddock-Filets zum Nachtessen und in Salem wechseln wir auf die „95“ und etwas später auf die „93“.

So kommen wir relativ zügig durch den Bostoner-Sonntagabend-Rückreise-Verkehr.

Die City lassen wir rasch hinter uns und südlich davon, in Hingham, finden wir auf dem Campground des „Wompatuck S.P.“ einen Stellplatz. Zur Abwechslung wieder einmal in dichtestem Laubwald. Mal sehen, wie ich morgen in die Gänge komme…

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

24.09.2012 Hingham, MA, “Wompatuck S.P.”, Campground – Sagamore Beach, MA, “Scusset Beach State Reservation”, Campground

 

Temperatur:

Nachts min.: 7.2°C

 

Tages max.: 26.4°C

 


 

Wow – heute sind wir besonders „leistungsfähig“.

Wie gestern schon vermutet, haben wir Mühe aus den Federn zu kommen. Die Sonne scheint sehr wohl wunderbar aber nicht auf unseren Stellplatz – in den Bäumen ist und bleibt es dunkel.


Entsprechend verzichten wir auf Frühstück im Walde und wollen zu „Whole Foods“. Wir haben gestern im Vorbeifahren einen entdeckt.

Wie wir auf den riesigen PP kommen, sehen wir, dass sich hinter dem „Whole Foods“ Gebäude eine riesige Einkaufs-Plaza versteckt, mit Bäckereien, Kleiderläden, „Barnes & Noble“, netten Cafés und Restaurants, wo man draussen sitzen kann – ach ja „Victoria’s Secret“ gibt’s auch - aber ich verzichte mal wieder... :-( 

Ich stöbere ein wenig in einem sehr schönen Einrichtungsladen - so etwas wie Globus oder Möbel-Pfister und stelle fest – es gibt sie offenbar schon, die geschmackvollen amerikanischen Einrichtungshäuser, man muss sie bloss finden ;-)


Bei „Whole Foods“ gibt es Morgenessen von einem der diversen Buffets und wir stellen fest, dass es gutes WiFi „on the spot“ hat, so kann ich endlich wieder einmal ein Skyply mit Esther führen und ein paar dringende Mails erledigen etc.

Wir schaffen es, dass wir knapp vor 16:00 doch noch los fahren…

...und wieder einmal im Schweinsgalopp sausen wir auf der „3“ nach Plymouth – na ja, muss ich wohl oder übel, es herrscht Feierabendverkehr und der bolzt so richtig. Sogar die Pannenstreifen dürfen während der Zeit von 03:00 – 07:00 p.m. als Fahrbahn genutzt werden !!!


In Plymouth geht es dann via die „3A“ in den „Scusset Beach S.R.“ bei Sagamore Beach. Zuerst lesen wir: Camping geschlossen 15.09.

Wir fahren trotzdem rasch hin und sehen, dass fast alle Plätze noch frisch-fröhlich belegt sind. Zurück zum Registration Office, das natürlich schon seit 16:00 „closed“ ist.

Es gibt aber einen Plan mit den Campsites und da sind noch 4 Plätze heraus-gestrichen als „frei“.

Wir klappern rasch alle ab und der letzte passt uns: Schön auf offener Fläche und fast am Beach.

Beim kurzen Spaziergang in der Abendsonne können wir ein paar kleine, flinke Strandläufer beobachten, die mit ihren dünnen Beinchen den Strand auf Futtersuche rauf und runter „ziberlen-zäberlen“…

Kaum zurück beim Auto, ist es auch schon wieder dunkel – es geht wirklich sehr schnell…

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

25.09.2012 Sagamore Beach, MA, “Scusset Beach State Reservation”, Campground - Narragansett, RI, Fishermen’s Memorial State Park

 

Temperatur:

Nachts min.: 6.9°C

 

Tages max.: 26.8°C

 

 

 

 

Es ist sehr sonnig und das Aufstehen macht weniger Schwierigkeiten – also dann mal los…

Auch heute wollen sie uns um 11:00 los sein, also tun wir ihnen den Gefallen und sind nach einer Dusche pünktlich um 11:15 auf der Piste ;-)

Wir folgen der „6“, die uns streckenweise durch sehr schöne Wohnquartiere mit schönen Häusern führt aber auch hin und wieder durch die „2te Reihe“ und durch ärmliche Quartiere. Der Strassenzustand lässt so oder so zum grossen Teil wirklich zu wünschen übrig. – uneben, viele Dellen, dilettantische Reparaturen = Schüttelbecher… 

Irgendwann fahren wir bloss noch „Stop and go“, da die Ampeln phantastisch synchronisiert sind und so wechseln wir für ein paar km auf die „195“und etwas weiter auf die „24“ und die „114“ bis Newport, Rhode Island.


Über die „Newport Bridge“ und anschliessend der „1A“ folgend, geht es dann noch bis in die Nähe von Galilee und in den „Fishermen’s Mem. S.P.“

Die S.P. werden allmählich teurer – wir nähern uns wohl N.Y. ;-)

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

26.09.2012 Narragansett, RI, Fishermen’s Memorial State Park – Riverhead, Long Island, N.Y., Wal*Mart

 

Temperatur:

Nachts min.: °C

 

Tages max.: °C

 

 

 

 

Erich möchte noch rasch das „Fishermen’s Monument ansehen aber da gibt nicht wirklich was her. Es ist relativ neu, ca. 10 Jahre alt oder so aber der oberste „Gupf“ liegt bereits am Boden – wohl von einem starken Wind „abgehoben“ und fallen gelassen.

An der Wharf finden wir einen „Fish Markt“ und kaufen nochmals L.O.B.S.T.E.R. – wohl eines der letzten Male, etwas weiter südlich sind sie dann kaum mehr anzutreffen - Wassertemperatur.

Dann folgen wir der „1A“ weiter bis Westerly und dort wechseln wir von Rhode Island nach CT, Connecticut.

Auch hier gibt es viele schöne Häuser an bester Beach-Lage aber etliche davon sind auch „for sale“.


Wir sind rasch in New London, von wo die Ferry nach Long Island übersetzt.

Wir haben keine Reservation aber es ist überhaupt kein Problem, noch Tickets zu bekommen. Die „Mary Ellen“, introduced in June 2003 und bereits ein schöner Rosthaufen, legt um ca. 16:00 ab - die Überfahrt dauert 1 h 20“ und um 17:30 legen wir IN (nicht IM) Orient an und werden von dem Schild „Welcome to New York – the Liberty State“ begrüsst.

Wir freuen uns auf unseren ziemlich letzten Lobster und werden auch ziemlich herb enttäuscht.

Wir haben 2 Stk. „life“ gekauft und on the spot steamen lassen. Jeder hatte etwa 2.2 lb aber heute Abend, wie ich sie auspacke, kommen diese mir irgendwie sehr leicht vor. Ich lege sie mal auf die Waage und von den gut 1 kg Lebendgewicht pro Stk. hat meiner, „tot-gesteamed“ gerade noch ca. 770 und Erich’s 850 gr – wir fühlen uns über den Tisch gezogen und werden den Verdacht nicht los, wochen- oder gar monatealte, ausgemergelte Exemplare bekommen zu haben und erst noch Soft Shells. Es ist kaum Fleisch in den Scheren und die Schwänze sind ziemlich zäh…Schade – we are very disappointed…:-(((

Ja, ja - ich hör's schon - selber schuld - wer isst auch solche Tierchen...


Danach treibt mich auch noch mein PC in die Verzweiflung – rien ne va plus – wirklich…

WiFi Hotspots hat es viele – ich kann keinen „erreichen“. Schliesslich will das blöde Teil überhaupt nicht mehr und erhängt sich von alleine…

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

27.09.2012 Riverhead, Long Island, N.Y., Wal*Mart – Wading River, Long Island, N.Y, “Wildwood State Park” Campground

 

Temperatur:

Nachts min.: °C

 

Tages max.:32.7°C

 

 

 

 

Obwohl dieser Wal*Mart an einer etwas lauten Ecke liegt und wir uns nicht so ganz diskret verschlaufen können, wie sonst üblich, haben wir doch recht gut geschlafen.

Erich macht wieder einmal eine „Dissertation“ und bekommt schliesslich meinen PC gefixed – nachdem er nach und nach Diverses rückwärts (bis in den Juni) und wieder vorwärts installiert hat – es nimmt halt wieder einmal Stunden in Anspruch und ich verwünsche erneut das vermaledeite „Windows 7“.


Unterdessen versuche ich an Erich’s PC einen RV Park in nächster Nähe von N.Y. City zu finden – gar nicht einfach. Es gibt kaum welche, die unmittelbare Nähe zu der Stadt ist weder auf der Seite von N.Y noch auf jener von New Jersey „camperfreundlich“. Parks mit Campgrounds gibt es auch keine. Aber ich finde schliesslich „Liberty Harbor Marina & RV“ und reserviere ab dem 30.09. – 03.10. à USD 75.00 + Taxes…na ja, man gönnt sich ja sonst nichts ;-)

Die 3 Tage bis dahin „müssen“ wir „irgendwo“ aussitzen und begeben uns daher zum „Wildwood State Park“ auf Long Island. Und – wir erhalten wieder einmal den allerletzten Platz…

Allerdings ist der Park im Augenblick noch fast völlig leer.

Wir haben genug zu tun. z.B. müssen alle Wasserfilter ausgewechselt und die Wassertanks ausgewaschen werden. Ist sowieso über 1 Jahr seit dem letzten Mal und das moorige und eisenhaltige Wasser in Labrador hat vor allem dem Kohle-Filter den Garaus gemacht und den anderen Filtern ebenfalls arg zugesetzt, es kommt wirklich fast nichts mehr durch – bloss noch so 3 Min./ltr...


Leider, leider ist der Wetterbericht ausgerechnet für die nächsten beiden Tage nicht so super – heute Nacht ist z.B. „heavy rain“ angesagt und so stellen wir vorsorglich wieder einmal unser Vordach auf…

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

28.09.2012 Wading River, Long Island, N.Y, “Wildwood State Park” Campground

 

Temperatur:

Nachts min.: °C

 

Tages max.: °C

 

 

 

 

Der „heavy rain“ verschont uns heute noch aber es spritz immer mal wieder und es sind ringsum Gewitter im Gange, was uns bei unserem Projekt aber nicht gross stört. Wasser ist Wasser – einerlei, ob nun von oben oder aus dem Hahn, „pflädderet“ wird heute auf jeden Fall. Die „Garage“ wird ausgeräumt, das restliche Wasser aus den Tanks abgelassen und Erich kriecht wieder einmal hinten in die „Höhle“, öffnet die „Mannlöcher“ und macht sich daran, die Tanks innen auszusaugen und auszureiben. Das Rostwasser hat einen allgegenwärtigen Rostfilm hinterlassen, der muss zuerst mal weg.


Grundsätzlich geht die Putzerei ganz gut und nach so einer Std. macht er sich daran, die Filter auszuwechseln und nun sieht man es so richtig - der ehemals aussen weisse Kohlefilter ist durch und durch rostrot und hat aussen drauf einen schleimigen Biofilm – kein Wunder ist nichts mehr durchgeflossen.


Zwischenzeitlich läuft auch der Park so nach und nach voll und die Wochenend-Ausflügler rollen an, mit ihren grossen und noch grösseren Wochenend-Häusern auf Rädern mit 1 – 3 Achsen, +/- 10 m und bis zu 4 Slide outs - einfach verrückt, die Dinger…

schon ziemlich rostig
schon ziemlich rostig

Nun – das ganze „water treatment“ benötigt halt jeweils so einen halben Tag Arbeit aber danach gibt es wieder richtig feines „quöllfrisches“ drinking water...einmal im Jahr muss das eben sein…

Derweil Erich sich mit dem Wasser beschäftigt, assistiere ich ihm ein wenig und stehe dann in der Küche und koche eines von seinen Leibgerichten – er hat sich wieder einmal „Osso bucco“ gewünscht und wenn man dann schon mal welche findet – na ja, was macht man nicht alles, um den GöGa bei Laune zu halten… ;-)


Ausserdem haben wir seit längerem die Steaks wirklich dicke – wir können die Fleisch-Möggen nicht mehr sehen.


Quien sabe –vielleicht werden wir auch noch zu Vegetariern, wenn wir noch lange unterwegs sind ;-)


So verkünstle ich mich also an selbstgemachter Bratensauce – from the scratch, selbstgemachten Buckwheat- (Buchweizen) Spätzli – from the scratch und einem riesigen, farmfrischen, selbstgekochten Blumenkohl, so 1.5 kg für US$ 1.99 (ea.)

Wir haben uns das Nachtessen redlich verdient, bloss – auch hier wieder einmal: „NO alcohol“ in park“ – na ja – Not macht erfinderisch und wir haben Vorhänge an den Fenstern…;-)


Kaum fertig mit essen, legt es draussen auf einen Schlag so richtig los – es kübelt von einer Sekunde auf die andere was runter mag…

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

29.09.2012 Wading River, Long Island, N.Y, “Wildwood State Park” Campground

 

Temperatur:

Nachts min.: 15.0°C

 

Tages max.: °C

 

 

 

 

Es regnet auch in der Nacht weiter, am Morgen schont es für das „Fall Festival“ und der Camping läuft nach und nach wirklich ziemlich voll.

Wir begeben uns nur kurz zum „Festplatz“ und schauen uns ein wenig um – ist rasch erledigt. Es hat kaum Leute, die „Juggling Show von 14:00 ist bereits um 11:00 abgesagt.


Es gibt ein paar Stände mit lauter überflüssigem Zeugs, das v.a. Kinder ansprechen und den Eltern wohl das Geld aus der Tasche locken soll: „Sand Bars“, wo man Sand in allen Farben kaufen kann, um ihn dann, farblich beliebig zusammengestellt, z.B. in Gläser füllt – zu Deko-Zwecken. Das grosse Problem dürfte aber wohl sein, wenn einem die Kreation dann doch nicht gefällt, die einzelnen Sandkörner wieder farblich zu trennen ;-)


Wir hatten damals noch „Plastilin“ oder „Chnätt“, mit dem wir bunte „Chnätti-Figuren“ basteln konnten. Auch das war schwierig genug, diese wieder in die einzelnen Farben zu zerlegen anstatt alles zusammen zu einen einheitlichen grau-grünen Bollen zusammen zu kneten - aber mit Sand – hmmmm… *grübel-kopfkratz*


Es gibt „Pony Rides“ und einen „Petting Zoo“ und „Halloween“-Zeug zu kaufen. Von dem angekündigten „Pie Eating Contest“, den „Crafts“, „Inflatables“ und v.a. von „Delicious Food“ ist weit und breit nichts zu sehen…Na ja, blame it on the weather…und schade für die Kids...


Morgen ist ja N.Y. angesagt – hoffen wir weiter auf den Wettergott…

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.

 

 

30.09.2012 Wading River, Long Island, N.Y, “Wildwood State Park” Campground – Jersey City, NJ, “Liberty Harbor RV Park”

 

Temperatur:

Nachts min.: 13.3°C

 

Tages max.: 25.9°C

 

 

 

 

Das Wetter hat sich etwas gebessert, der Campground leert sich sukzessive und auch wir machen uns auf den Weg – NEW YORK verunsichern…

Bloss – zuerst einmal verunsichert New York uns – aber schön der Reihe nach.


Nach einem gemütlichen Morgenessen in einem "iHop"-Restaurant, fahren wir ebenso gemütlich erst auf der „25“ und später auf der „495“ von Long Island Richtung N.Y.

Ich möchte nicht durch die City und den „Holland Tunnel“ fahren, also probieren wir es „unten rum“ und wechseln auf die „678“ und dann auf die „27“, den Shore (Belt) Pkwy – wunderbar tolle Idee…


Plötzlich taucht vor uns eine Überführung auf: 10 ft 8``...

Erich: das reicht, fahr zu.

Ich weiss aber, dass es eigentlich nicht reicht - wir haben 11 ft 7`` - bloss, bei dem Tempo, kann ich nicht so schnell bremsen und bin – durch…

Die Brücke ist auf der rechten Seite am niedrigsten und steigt gegen die Mitte etwas an - Glück gehabt.

wir sind eindeutig zu hoch...
wir sind eindeutig zu hoch...

Dann 2 -3 weitere Brücken ohne Schwierigkeiten und dann – die nächste ist eine Bogenbrücke – links und rechts 10 ft 5`` und in der Mitte, d.h. bei der mittleren Fahrspur 10 ft 9`` - Vollstop – rechts rausziehen – anhalten.

 

Das geht auf keinen Fall und guter Rat ist mehr als teuer.

Wir sehen eigentlich eine Ausfahrt aber die ist hinter dieser verflixten Überführung…

Es gibt sehr wohl rechts eine gemähte Grasböschung, die wir hochfahren könnten und ca. 50 m weiter auf eine andere Strasse zu gelangen aber ohne eine offizielle Bewilligung, erlauben wir uns ein derartiges Manöver nicht und ausserdem müssten 1 – 2 Lanes der Strasse dicht gemacht werden, damit ich in grossem Bogen ausholen und im 90° Winkel auf die Böschung zufahren kann- diagonal geht nicht, wegen ev. seitlichem Wegkippen. 

Und – der Verkehr ist auf allen 3 Fahrspuren mehr als dicht – Wochenendverkehr…

Ja - und ganz langsam in der Mitte unter der Brücke durchrutschen und die Höhe zentimetergenau checken – geht natürlich auch nicht bei dem Verkehr…


In den tiefsten Gehirnwindungen taucht „911“ auf und das ist es dann auch, was wir wieder einmal anrufen – wir brauchen Unterstützung.

Um 02:47 p.m. rufe ich also an und erkläre die Situation und dass wir den Verkehr nicht behindern und man verspricht uns, jemanden zu schicken: as soon as possible…Danke – wir warten…

Und wir warten und warten – sehen NYPD-Fahrzeuge vorbei fahren und FDNY und Ambulances – keiner hält…

Nach genau 2 Std. warten, erlaube ich mir nochmals schüchtern nachzufragen und mein „Notruf“ wird ein weiteres Mal aufgenommen. Keine Ahnung, ob der Erste irgendwo im „Nirwana“ verschwunden ist, jedenfalls keine 10 Min. später hält ein Streifenwagen hinter uns und man lässt uns zuerst einmal lange 5 Min. schmoren.

Dann kommt einer auf und zu und entpuppt sich als netter junger Officer, der meint, das sei kein grosses Problem, das komme öfters vor – Uff – sind also nicht bloss wir so doof…


Sie haben noch einen Tow-Truck gerufen, den wir aber nicht benötigen – wir sind ja nicht immobil. Ich erkläre dem jungen Mann, wie wir uns vorstellen könnten, das Problem am Schnellsten zu lösen und er zaudert zuerst, er traut unserem Fahrzeug „sowas“ nicht zu. Ich versuche ihn zu überzeugen – wir hätten Allrad, Split-Getriebe und Diff-Sperre – das sollte also kein Problem sein, lediglich die 3 Lane Strassensperre für 30 Sekunden…


Er erklärt mir, dass sie in einem solchen Fall normalerweise die ganze Autobahn in der entsprechenden Fahrtrichtung sperren, eine Fahrspur freimachen und den Pechvogel bis zur nächsten Ausfahrt wieder zurückführen – also ein Riesenaufwand.

 

Er lässt sich schliesslich überzeugen und willigt ein. Der Tow Truck und das Polizei-Fahrzeug machen sich auf der Autobahn breit und sperren alle 3 Fahrspuren, ich kann gross ausholen und mittels Split-Getriebe schaffe ich es schön langsam und spielend das Bord hinauf und auf der andere Seite, wo sie nochmals die Strasse für uns absperren wieder auf den „richtigen Weg“ – Thank you NYPD – es war wie im Film… ;-)

Der Tow Driver erklärt mir noch, dass man bei der Strassenbezeichnung „PKWY resp Parkway“ mit so niedrigen Brücken rechnen muss, weshalb diese Stassen für Trucks auch gesperrt seien. Bloss, wo wir auf diesen „Belt Pkwy“ gelangt sind, haben wir keinerlei derartige Hinweistafeln gesehen – übersehen ? :-(

 

Nachdem ich ihm sagte: 50‘000 mls gefahren in USA-CND-MEX und nichts weiter ist passiert und jetzt erwischt es uns mit sowas Saublödem hier – seine lakonische Antwort und ein Grinsen: welcome to New York…


Wir verabschieden uns dankbar von den „Freunden und Helfern“ und versprechen, nie mehr auf einen „PKWY“ zu fahren…


Und nein - Fotos von der ganzen Aktion gibt es leider keine – erstens steckte uns die Aufregung in den Knochen, so dass wir komplett vergessen haben, das Ganze zu fotografieren und ausserdem glaube ich, die Polizei hätte nicht wirklich Freude daran gehabt, wenn daraus noch ein Road Movie entstanden wäre…


Weiter geht’s auf der richtigen „27“ und die führt immer weiter ins Stadtgebiet – durch den Stadtteil „Queens“, vorbei am Wegweiser zu „Flushing Meadows“ und eh wir uns versehen, fahren wir über die „Manhattan Bridge“ und auf der Suche nach dem „Holland Tunnel, den wir nun doch nehmen müssen, landen wir auf – dem Broadway.

Es ist 19:00 und bald Nacht. Der Verkehr ist dicht, die Strassen in hundsmiserablem Zustand und voller Löcher. Es gibt sehr viele Baustellen, bei Kreuzungen mit Stoppsignalen wir kreuz und quer alles dicht gemacht und drauflos gehupt und vornedurch und seitlich vorbei und überhaupt gedrängelt, wo’s nur geht.


Huhuuuu – ich will wieder nach Hause in unser schön organisiertes Schweizer Verkehrsgewühl, wo Disziplin herrscht und der Verkehr deshalb auch noch einigermassen rollt – hier geht verkehrstechnisch einfach fast gar nichts und das in NEW YORK !


Also 100 Mal lieber die Translabrador fahren als hier in N.Y. Manhattan bloss 5 km.


Bin ja dann mal gespannt, wie die Strassen in Mex. City sind und wie der Verkehr dort läuft, schlimmer als hier kann es kaum werden…


Nun – nachdem wir einige Male die richtige Zufahrtsstrasse zum „Holland Tunnel“ verpasst und somit bereits eine hausgemache „N.Y.-Sight seeing Tour“ hinter uns haben, finden wir die Einfahrt in den Tunnel dann doch noch aber – Campers NO LPG Bottles allowed – mir jetzt aber sch…egal – haben wir nicht gesehen und überhaupt – der Verkehr ist zu dicht, wir können sowieso nicht mehr aus der Kolonne ausscheren – also unter dem Hudson River durch, durch einen vollständig weiss gefliesten Tunnel und "enen" wieder "usen" und wir befinden uns in N.J = New Jersey.

Den Liberty Harbor RY Park zu finden ist dann bloss noch ein Klacks und wir sind fix und foxi

Hurraaaaaaaaa – ich bin mit unserem „Mogge“ den Broadway rauf und runter gefahren und wir haben Manhattan bei Night gesehen – das glaubt mir ja keiner… :-)

Wir sind ja gespannt, ob wir, wie im Prospekt versprochen, von hier aus die „Statue of Liberty“ wirklich sehen können…

 

Hier findet Ihr den Übernachtungsplatz.


Nachdenklich stimmender Nachsatz:

 

Das alles haben wir erlebt und gefahren knapp 1 Monat vor "Sandy".

Wieviel hiervon ist wohl durch den Sturm in Mitleidenschaft gezogen worden ?


01. - 30. Sept. 2012
01.- 30.09.2012.pdf
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